Home



Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Collegium Vinum

Wenn Sie für die Pflege des kultivierten, echten und unverfälschten Weingenusses und der -geselligkeit eintreten, dann könnten Sie Zugang finden als Weinbruder (-schwester) im

 

COLLEGIUM VINUM

Weinbruderschaft Rhein-Main von 1676

 





Herzlich willkommen beim Collegium-Vinum. Es grüßen: Kellermeister Wolfgang Gottwald, Weinbruder Karl-Bernhard Maria Nüchter, Weinmagister Karl-Maria Wilhelm, Brudermeister Rudolf (Rudi) Georg Rack, Secretarius Manfred Friedrich, Weinschwester Gertraude Höhner, Weinbruder Rudi Pointner und Weinschwester Gerda Jakob-Schwing (von rechts).

Bruderrat für drei weitere Jahre bestätigt




Über ihre Wiederwahl für die Amtsperiode der nächsten drei Jahre freuten sich die Mitglieder des Bruderrates (von links nach rechts) Zweiter Beisitzer Dr. Peter Kappen, Weinschwester Eva Brüning-Rehbein, stellvertretender Brudermeister Edgar Rosenberger, Wahlleiterin Gerda Jakob-Schwing, Brudermeister Rudi Rack, Kellermeister Wolfgang Gottwald, Weinmagister Gertraude Höhner, Secretarius Manfred Friedrich und Erste Beisitzerin Gisela Vorgang. Fotos: RM

Weinbruderschaft Collegium Vinum hatte Vorstandswahlen und feierte 341. Ordenstag

 

Seinen 341. Ordenstag feierte die Weinbruderschaft Collegium Vinum am Sonntag, 15. Januar 2017, im Kronensaal des historischen Gasthauses ,,Zu den drei Kronen“ in Seligenstadt. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand die Wahl des Bruderrates. Als Wahlleiterin wurde Weinschwester Gerda-Jakob-Schwing vorgeschlagen und gewählt. Zügig erfolgte die Wahl des Bruderrates, der in allen Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt werden konnte: Brudermeister Rudi Rack, Stellvertretender Brudermeister Edgar Rosenberger, Weinmagister Gertraude Höhner, Kellermeister Wolfgang Gottwald, Secretarius Manfred Friedrich, Erste Beisitzerin Gisela Vorgang, zweiter beisitzer Dr. Peter Kappen. Im Namen des Bruderrates dankte Rudi Rack für das Vertrauen mit der Bitte, den den Vorstand in seiner Arbeit zu unterstützen.

Keller-Exkursion

Zuvor gab Brudermeister Rudi Rack seinen Jahresbericht zur Kenntnis. Besonders beglückend sei es für ihn, heute nahezu alle Mitglieder begrüßen zu dürfen und dafür dankte Rack herzlich. Allen voran dem Ehrenmitglied Dr. Peter Kappen, dem Bruderrat und allen Weinjunkern. Groß sei die Freude über das Interesse langjähriger Freunde aus Hochstadt, welche den dortigen Winzerverein mit Leben und gutem Wein erfüllen sagte Rack und begrüße die Eheleuten Fromm und weitere Gäste. Das zurückliegende Weinjahr habe man mit dem Ordenstag im barocken Ambiente des Winterrefektoriums des einstigen Benediktiner-Klosters zu Seligenstadt eröffnet. Im 340. Jubiläumsjahr sei damit allen ein ganz besonderes Erlebnis zuteil geworden, welches die Weinmagisterin Gertraude Höhner ermöglicht hatte. Auf acht Weinwisserstammtische dürfe man im abgelaufenen Jahr zurückblicken, bei denen die seit 100 Jahren zugelassene Bukettsorte Scheurebe im Mittelpunkt gestanden habe. Überwiegend typische Scheureben seien zur Verkostung gekommen. Sämtliche Degustationsnotizen fasste, wie bereits in all den Vorjahren, unser Kellermeister Wolfgang Gottwald zusammen. Dafür sagte Rack Anerkennung und Dank.

Zu den Glanzlichtern des abgelaufenen Weinjahres zählte der Beusch des Guntersblumer Kellerwegfestes am Wochenende des 26. und 27. August. Lebhaft seiendie Erinnerungen an die Keller-Exkursion, die der Wein- und Kulturbotschafter Bernhard Degünther zum Erlebnis gemacht habe. Der anschließende Besuch der Guntersblumer Winzer habe einmal mehr das Qualitätsstreben am Rhein belegt.

Spannendes Weinjahr

Das Weinjahr 2016 war ein sehr spannendes, erklärte Rudi Rack: ,,Wie wir wissen, ergibt sich der Geschmack eines Weines aus einer Fülle verschiedenster Faktoren. Dazu zählen die Rebsorte, der Boden, die Lage, die Arbeit des Winzers, die „Arbeit“ der Hefen, die Lagerung, der Genusssituation und noch vieles mehr. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren ist jedoch die Witterung des Jahres, in welchem die Trauben reifen, also der eigentliche Weinjahrgang. Er ist am wenigsten vom Winzer steuerbar. Vorweg gilt die Einschätzung, dass es sicherlich eines der spannendsten Jahrgänge der letzten Dekade war. Das mag zwar auch daran hängen, dass man durch immer ausgefeiltere Prognosesysteme schon vorher zu glauben weiß, was die nächsten Tage passieren wird. Die Natur hat dann aber doch wieder die eine oder andere Überraschung parat. Der Winter zeigte sich ausgesprochen mild, es gab selten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und von Schnee war weit und breit nichts zu sehen. Viele Winzer unkten schon, dass wieder mal alle Schädlinge durch den Winter kommen. Insbesondere die seit einigen Jahren auftretende Kirschessigfliege konnte so optimal überwintern. Kritisch wurde es dann nochmal, als der Winter eigentlich vorbei war und zum Austrieb der Reben Ende April und Anfang Mai in Bodennähe leichter Frost die eine oder andere Knospe schädigte. Im Vergleich zu anderen Weinbaugebieten waren die Schäden jedoch gering und die erste Hürde für den mengenmäßigen Ertrag des 2016er Jahrgangs war genommen.

Qualitätsjoker

Der Mai und Juni zeichneten sich durch normale Temperaturen aber auch durch rekordverdächtige Niederschläge aus, teilweise bis zum dreifachen eines normalen Monatsniederschlags. Der durchnässte Boden führte dann zu massiven Problemen bei den Pflanzenschutzmaßnahmen, da die Rebzeilen nicht befahrbar waren. Somit stieg der Infektionsdruck der Pilzkrankheiten. Insbesondere die ökologisch wirtschaftenden Betriebe litten unter der Situation. Vielfach kam es zu enormen Ertragsausfällen, die sich jedoch - so ungewöhnlich wie das jetzt im Nachhinein betrachtet auch klingen mag - zum absoluten Qualitätsjoker entwickelten. Doch dazu später mehr.

Rekord-September

Die Vollblüte war je nach Rebsorte und Region zwischen Mitte und Ende Juni, was hinter dem langjährigen Mittel lag. Auch die enorme Differenz zwischen Blütezeitpunkt an der frühen Rheinterrasse und dem Hügelland sehr prägnant, so dass im Sommer teilweise ein Entwicklungsrückstand von über zwei Wochen gegenüber dem langjährigen Mittel zu verzeichnen war. Spätestens jetzt war klar, dass die Rekordmostgewichte des Vorjahres nicht erreicht werden würden. Nichts desto trotz war der Blüteansatz zwar spät, aber gut. Ab Juli kam die Kehrtwende bezüglich der Witterung. Die Monatsniederschläge nahmen stark ab, so dass es auf leichten Böden zu Trockenstress für die Reben kam. Der richtige Sommer kam dann erst Mitte August, der Maximalwert wurde mit 35°C erst Ende August erreicht. Sorten- und lagenweise kam es teilweise zu massivem Sonnenbrand an den Trauben. Der September setzte dann nochmal eines drauf und ging in Oppenheim mit 4 Grad über der Norm in die Geschichte ein. Das wiederum machte der Kirschessigfliege so richtig den Garaus. Sie mag reife, rote Trauben, aber keine trockene, heiße Umgebung. Den Schatten hatten ihr die Winzer mit den akribisch ausgeführten Entblätterungsmaßnahmen ohnehin genommen. Der Reifebeginn lag wie eingangs vermutet bis zu zwei Wochen hinter dem langjährigen Mittel. Die Lese begann mit den frühreifen Rebsorten für Federweißer zwar schon Ende August, allerdings mit sehr bescheidenen Mostgewichten. Diese stiegen erst im September massiv an, weshalb die Hauptlese in Rheinhessen und Franken auch erst Ende September in Gang kam. Die Winzer wollten schließlich möglichst viele Sonnenstrahlen einfangen. Für spätreifende Rotweinsorten hätte es können noch der eine oder andere Sonnentag mehr sein, aber jetzt zeigte sich ein weiterer Effekt des späten Sommers: Die Nächte waren im September ebenfalls extrem warm, was zu einem starken Abbau der Säure führte. So orientierte sich der Lesezeitpunkt vielfach an der Entwicklung der Säure. Die harmonische Säure des Jahrgangs 2016 kommt dem Geschmack der Weinkenner aber absolut entgegen. Überraschend waren für viele Winzer die guten Erträge. Die Jungweine präsentieren sich qualitativ sehr gut. Es bestätigt sich, dass letztlich der Witterung in den Wochen vor der Ernte und im Herbst selbst die größte Bedeutung für die Qualität der Trauben zukommt.“ Sein innigster Wunsch sei es, so Rudi Rack, sich um die Zukunft fer ehrbaren Weinbruderschaft keine Sorgen mehr machen zu müssen: ,,Wir alle haben es in der Hand, wie das Glas, das wir mit unserem Trinkspruch auf ein glückliches Jahr 2017 erheben: Ergo bibamus!“

Termine 2017

In 2017 sind neun Weinwisserstammtische geplant. Außerdem wollen die Weinjunker am 18. Juni das Verbandsgemeinde-Weinfest Bad-Kreuznach in Pfaffen-Schwabenheim besuchen, am 30. Juli am „Weinfest im fröhlichen Weinberg“ in Nackenheim teilnehmen und auch das Kellerweg-Fest in Guntersblum am Rhein am 20. August besuchen. Dazu sind Gäste, die sich zurvor anmelden, wie immer, herzlich willkommen.


341. Ordenstag

Das Collegium Vinum, Weinbruderschaft Rhein-Main von 1676, kommt zu ihrem 341. Ordenstag am Sonntag, 15. Januar 2017, um 16 Uhr im Kronensaal des Gasthauses ,,Drei Kronen“ am Freihofplatz zusammen. Die Jahressentenz: ,,Mediterrane Rebsorten an Rhein und Main“.

 

 


Collegium Vinum im Reich der 100 Keller

Mit Weinbotschafter Bernhard Degünther auf Erkundung im Guntersblumer Kellerweg

 

Zum Kellerwegfest 2016 war die Erkundung des Guntersblumer Kellerwegs Ziel des Collegium Vinum, der Weinbruderschaft Rhein-Main von 1676 mit Sitz in Seligenstadt. Weinbotschafter Bernhard Degünther, der selbst ein historisches Anwesen im Kellerweg aufwändig und liebevoll saniert hat und bewohnt, begrüßte die Weinjunker und führte die Gruppe in seinen kleinen Keller, der zu den ältesten zählt und in den tiefsten Keller (Bild). Wie Bernhard Degünther erklärte, zieht sich der Kellerweg im Westen des 4000 Seelenortes mehr als einen Kilometer unter den unmittelbar angrenzenden Weinbergen entlang. Der Guntersblumer Kellerweg besteht dabei aus zwei Hauptteilen. Der eine Teil verläuft im südlichen Teil von Guntersblum bis zum historischen Julianenbrunnen, der nördliche Teil verläuft vom Julianenbrunnen bis fast zum Ortsausgang von Guntersblum. Um den Julianenbrunnen herum befindet sich außerdem eine großzügig angelegte Tanz- und Veranstaltungsfläche, die vor allem während des Kellerwegfestes im August eines jeden Jahres benutzt wird.

 

Als im 16. Jahrhundert die Guntersblumer Häuser im tiefer gelegenen östlichen Teil von Guntersblum mehr und mehr von Grund- und Hochwasser des Rheines heimgesucht wurden, beschloss man, am etwas höher gelegenen westlichen Teil von Guntersblum die Weinkeller zu bauen. Heute existieren mehr als hundert solcher Weinkeller. Der erste Weinkeller wurde bereits 1600 gebaut. Wo früher ausschließlich Weinkeller zu finden waren, begann man langsam in den 1980er Jahren, auch ganz normale Wohnhäuser zu bauen. Dies geht vor allem auf Bauplatzmangel innerhalb des Ortes zurück. Weiter werden die Keller auch bezüglich ihrer anfänglichen Aufgabe als Weinkeller benutzt. Die Häufung solcher Weinkeller in einem solchen Weg sei in Deutschland einmalig, betonte Degünther. Solche Bauten gebe es nur noch in Österreich, im nordöstlichen Niederösterreich und den angrenzenden Gebieten in Tschechien sowie im Burgenland und dem Grenzgebiet in Ungarn. Auch der aus dem 16. Jahrhundert stammende Julianenbrunnen innerhalb des Kellerweges stelle aufgrund seines Alters eine Besonderheit dar.

 

Das Collegium Vinum erfuhr abschließend, dass seit 1964 im Kellerweg das so genannte Kellerwegfest gefeiert werde. Der Ursprung des heute weithin bekannten Kellerwegfestes gehe auf eine Initiative des alten Bürgermeisters Hugo Seibert zurück, der hierdurch den gesamten Ort attraktiver gestalten wollte. Der Ausschank der Weine erfolge ausschließlich in das jährlich neu gestaltete Weinfestglas, das käuflich erworben werden muss und der Finanzierung des Festes diene.

 

Die gut einstündige Führung beeindruckte die Weinjunker sichtlich. Brudermeister Rudi Rack, der im Kellerweg mit den Eheleuten Rosenberger ebenfalls ein eigenes Kelterhaus betreibt, dankte dem Weinbotschafter Bernhard Degünther für seine sehr anschauliche Führung, die alle begeisterte und sicherte zu, mit den Weinfreunden des Collegium Vinum beim nächsten Kellerwegfest in 2017 wieder teilnehmen zu nehmen. Guntersblumer Gastfreundschaft und die charaktervollen Weine der Region seien immer eine Reise wert.





,,Mehr Lebensfreude lässt sich kaum erleben”



Zu seinem 340. festlichen Zirkel kam das Collegium Vinum im Winterrefektorium des Klosters zusammen und freute sich über die Teilnahme von Ehrenmitglied Dr. Peter Kappen (rechts).

Mit einem festlichen Menü und ausgesuchten ,,Lieblingsweinen” beging das Collegium Vinum am 10. Janaur 1016 seinen 340. Ordenstag im Winterrefektorium des einstigen Benediktinerklosters zu Seligenstadt. Gemäß den Statuten gab Brudermeister Rudi Rack einen Rück- und Ausblick imJubiläumsjahr. Ein unkompliziertes Jahr mit großen Weinen, so lasse sich der zurückliegende Jahrgang 2015 zusammenfassen. ,,Edler Wein, der uns seitdem zusammenführt und verbindet, erfreut sich nach wie vor zunehmender Nachfrage und Beliebtheit,” sagte der Brudermeister, doch um die Zukunft der Verbindung, die sich ganz und gar dem edlen Rebensaft verschrieben habe, sei ihm ein wenig bange. Deshalb seien alle gefordert, das Collegium Vinum mit Leben zu erfüllen, denn ehrwürdige Verbindung verdiene starken Rückhalt. Das gelinge nur mit den Mitgliedern und hoffentlich neuen Kräften, damit es um die zweitälteste Weinbruderschaft im deutschsprachigen Raum auch künftig gut bestellt sei.

Zum Jahresende 2015, am 28. Dezember, sei Peter Michael Maria Laube, Jahrgang 1954, im Alter von nur 61 Jahren verstorben. Nach seinem Amtsantritt als Brudermeister im Jahr 2004 habe er Peter Laube als einen der ersten aufnehmen dürfen, zusammen mit Willi Schäfer und Emanuel Höll, denen man ebenfalls ein ehrendes Andenken bewahre, berichtete Rack und bat darum, einen Moment zum Gedenken inne zu halten.

Wie es sich für die Weinbruderschaft gebühre, prägten im zurückliegenden Jahr schöne Momente weinseliger Geselligkeit die Zusammenkünfte nach der Jahressentenz: ,,Spätburgunder – Stern am Rotweinhimmel“. Intensiv habe sich die Runde mit der Rebsorte des Jahres 2015 befasst und kostete den beeindruckenden Facettenreichtum aus. Das Jubiläumsjahr wollen man nach dem Motto begehen ,,100 Jahre betörende Aromen der Scheurebe“. Vor genau einem Jahrhundert sei es dem Rebenzüchter Georg Scheu in der damaligen Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey mit der Scheurebe diese überzeugende Neuzüchtung gelungen. Nach ihrer Blütezeit in den siebziger Jahren sei es recht ruhig um den Neuzugang geworden, doch mit der erfreulichen Renaissance für aromatische Sorten sei die Züchtung aus Alzey wieder in den Fokus gerückt, so Rudi Rack. Grund genug für die Weinbruderschaft, die Scheurebe als ,,Rebsorte des Jahres 2016“ zu feiern. Die Scheurebe sei eine rheinhessische Tochter. In diesem Zusammenhang dürfe an die Teilnahme am Oppenheimer Jubiläumsweinfest im August erinnert werden. Mit einer Abordnung, die sowohl am Festzug teilnahm, wie auch am Bühnenprogramm im Kreis der Honorationen und Weinmajestäten, durfte man mit viel Freude icht nur die Gastfreundlichkeit der Oppenheimer, sondern auch die ganze Vielfalt ihrer hervorragender Weine genießen. Somit ergehe seine herzliche Einladung an alle, es wieder gleichzutun bei weiteren geselligen Vorhaben, so Rudi Rack, denn mehr Lebensfreude lasse sich kaum erleben.

Wie es die Tradition einfordert, gab Rudi Rack eine knappe Zusammenfassung des 2015er Weinjahrgangs. Aus allen Anbaugebieten werde von Spitzenqualitäten berichtet. Dank kerngesunder, voll ausgereifter und sehr aromatischer Trauben könnten sich die Weinfreunde auf ausgesprochen fruchtbetonte, harmonische Weißweine und intensive, gehaltvolle Rotweine freuen. Der Weinjahrgang habe zudem außergewöhnlich viele hochwertige edelsüße Spezialitäten, von der Auslese bis zur Trocken-beerenauslese, hervorgebracht. Aufgrund des sehr trockenen Sommers schwankten die Erträge bei den Winzern je Wasserspeicherkraft des Bodens und dem Alter der Reben allerdings recht stark. Auch unter den einzelnen Anbaugebieten, auf die Rudi Rack zu sprechen kam, zeichneten sich unterschiedliche Ertragssituationen ab. Durch die Trockenheit im Sommer hätten die Trauben kleinere, dafür intensivere Beeren ausgebildet, was zu etwas geringeren Mostmengen führte. 2015 sei vor allem für Franken eines der trockensten der vergangenen 40 Jahre sein. Zukünftig werde man sich mehr um die Bewässerung der Steillagen kümmern müssen, um nach wie vor auch in extrem trockenen Jahren so ausgezeichnete Qualitäten wie im zurückliegenden Jahr ernten zu können. Dafür sei die Qualität der perfekt gereiften Trauben ganz außerordentlich. Leider konnten überall keine Eisweine gewonnen werden. Rudi Rack fasste zusammen, dass die trockene Hitze den roten Sorten besonders gut gefiel, was ihre Fülle und Raffinesse zeige: ,,Die Süßweine gerieten sehr üppig, und Rieslinge, Burgunder und Co. warten mit einer tollen Säurebalance und eleganter, schmelziger Frucht auf. Die aromatischen Sorten wie Gewürztraminer, Scheurebe und Sauvignon Blanc konnten bei diesen Witterungsbedingungen ihr ganzes Entwicklungspotenzial entfalten.”

Nun bliebe ihm noch, so Rudi Rack, allen herzlichst zu danken, insbesondere dem gesamten Team des Lichtblick mit Geschäftsführer Herrn Mark für die vorbildliche Bewirtung. Respekt und Dank sprach Rack dem Kellermeister Wolfgang Gottwald unter Beifall aus, für den die Weinwisserstammtische und die Tage danach stets Arbeit bedeuteten. Sein akribisch geführtes Protokoll der Degustationsnotizen bleibe als Gedächtnis des Collegium Vinum erhalten.  Der Brudermeister wünschte allen ein Superjahr 2016, auch wenn die Zeichen der Zeit selbst Optimisten erblassen ließen. Rudi Rack schloss mit demn Worten: ,,Gerade in diesen offensichtlich schwieriger werdenden Zeiten ist es wichtiger denn je, zusammen zu rücken und zusammen zu halten, dem Guten und Schönen die besten, das heißt für uns, die genussvollsten Seiten abzugewinnen und somit diesem Leben, das so schön sein kann, wenn wir es zulassen. Darum bitte ich Euch herzlich mit einem herzlichen Ergo bibamus.”


Termine unserer Weinwisser-Stammtische im Jahr 2016

Sonntag, 10. Januar 2016, 340. Ordenstag im Winterrefektorium der ehemaligen Bendikitinerabtei zu Seligenstadt.

 

Und an den Sonntagen:

6. März,

3. April,

8. Mai,

12. Juni,

10. Juli,

7. August,

9. Oktober,

6. November,

jeweils um 17 Uhr.


Mögliche Weinfestbesuche mit Teilnahme in 2016:

67. Hochheimer Weinfest - 8. Juli bis 11. Juli 2016, Hochheim am Main

 

Weinfest der Verbandsgemeinde Wörrstadt in Gabsheim – 26. bis 29. Mai 2016

 

Weinfest der Verbandsgemeinde Alzey-Land in Bechtolsheim - 24. bis 26. Juni 2016

 

Kellerweg-Fest (Hauptfest) in Guntersblum - 19. bis 21. August 2016 oder am Fr., 26. + Sa., 27. August 2016 (Endspurt)

 

Ingelheimer Rotweinfest mit Festzug - 24. Sept. bis 3. Oktober 2016


Wenig, schwierig und teurer


Wein-Jahrgang 2010 in der Betrachtung der Weinbruderschaft "Collegium Vinum "

Alzenau-Albstadt - "Wir sind nur eine kleine Gemeinschaft, die aber immer wieder durch das besondere Engagement ihrer Mitglieder gestärkt wird. [mehr]